Additive Farblichtmischung
Das Modell der additiven Farbmischung basiert auf der Tatsache, das sich weißes Licht durch Addition der drei primären Lichtfarben Rot, Grün und Blau (RGB*) herstellen läßt.
Isaac Newton stellte 1666 fest, daß weißes Licht durch ein Glasprisma teilbar ist und sich diese daraus resultierenden Lichtfarben wieder mittels einer Sammellinse zusammenfügen lassen. Diesen Ansatz griffen später Young und Helmholtz auf, beschäftigten sich mit der Mischung einzelner Farben und entwickelten so die trichromatische Theorie.
Diese Lichtbrechung läßt sich in einem vereinfachten Farbschema darstellen, dem Grundfarbensecheck, oder auch dem Farbkreis (nach Goethe). In diesem Modell stehen sich Grundfarbe und Komplementärfarbe gegenüber. Eine Mischfarbe entsteht, wenn Teilmengen der Grundfarben überlagern.
In der zweiten Abbildung sehen wir eine vereinfachte Darstellung für drei sich überlagernde Farbstrahler, eine ähnliche Wirkung des „vermischen“ von Farben tritt auch in der Videotechnik beim Farbfernsehgerät auf. Dort liegen die projezierten Punkte so nah beieinander, welche das menschliche Auge nicht mehr in der Lage ist getrennt wahrzunehmen.
Zur Verdeutlichung der Farbmischung hier einige Beispiele:

Aus der Tabelle kann man ersehen das auch ein Mischen der Komplementärfarben wieder weißes Licht zur Folge hat, da ja die Komplementärfarben bereits aus zwei Grundfarben zusammengesetzt sind.
*Blau wird in der Fachliteratur oft auch als Violettblau / Blauviolett bezeichnet, in diesem und künftigen Artikeln zum Thema Farbe bleibe ich bei der Bezeichnung der Primärfarbe „Blau“.